Amnesty International Gruppe-Würzburg-Stadt

Impressum | Login

Gruppe-Würzburg-Stadt

StartseiteTagDerMenschenrechte10-12-2016-HauptbahnhofWürzburg

Briefmarathon zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2016

Der Briefmarathon 2016 fand vom 2. bis zum 18. Dezember statt.

Anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember setzten sich in diesem Zeitraum wieder weltweit Menschen mit Appellschreiben für ausgewählte Amnesty-Einzelfälle ein. Diejenigen, die für die Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind, wurden in diesen Tagen mit Briefen aus aller Welt überschwemmt.

Die Würzburger Amnesty-Gruppe war am Samstag, 10. Dezember 2016, mit einem Infostand im Hauptbahnhof Würzburg vertreten.

Hier konnte man sich an der Briefaktion in den folgenden drei ausgewählten Fällen beteiligen:

MALAWI: ANNIE ALFRED & MENSCHEN MIT ALBINISMUS

Annie Alfred ist ein 10 Jahre altes malawisches Mädchen mit Albinismus. In Malawi sind Menschen mit Albinismus massiv gefährdet, gejagt und getötet zu werden. Wunderheiler verbreiten bis heute das Gerücht, dass die Einnahme von körperlichen Bestandteilen von Menschen mit Albinismus in Zauber- und Heiltränken oder der Besitz von solchen Körperteilen Reichtum zur Folge habe. Dieser Irrglaube ist in der malawischen Gesellschaft leider weit verbreitet und gefährdet das Leben tausender Menschen mit Albinismus. Amnesty fordert von der malawischen Regierung, die Diskriminierung von Menschen mit Albinismus zu beseitigen, dringend benötigte Schutzmechanismen einzuführen und Verantwortliche für Menschenrechtsverletzungen zur Rechenschaft zu ziehen.

Verschickte Appelle: Weltweit: 566.257; Deutschland: 44.634
IRAN: ZEYNAB JALALIAN

Zeynab Jalalian verbüßt eine lebenslange Haftstrafe im Khoy-Gefängnis. Die 34-Jährige gehört der kurdischen Minderheit im Iran an. Sie läuft Gefahr, ihr Augenlicht zu verlieren und muss dringend medizinisch behandelt werden. Möglicherweise ist ihre Augenerkrankung auf Folter während der Verhöre zurückzuführen. Zeynab gab an, dass Verhörbeamte mehrfach ihren Kopf gegen die Wand schlugen während der Einzelhaft beim Geheimdienst nach ihrer Festnahme im März 2008. Seit Jahren verweigern die iranischen Behörden die notwendige Behandlung bei einem Spezialisten außerhalb des Gefängnisses.

Verschickte Appelle: Weltweit: 206.283; Deutschland: 23.205
INDONESIEN: JOHAN TETERISSA

Der ehemalige Grundschullehrer Johan Teterissa leistet derzeit eine 15-jährige Haftstrafe ab. Er wurde am 29. Juni 2007 festgenommen, nachdem er an einer friedlichen Protestkundgebung teilnahm. Johan Teterissa wurde während seiner Festnahme, in Haft und bei seinen Verhören von Polizeikräften gefoltert und anderweitig misshandelt. Das Gefängnis, in dem er festgehalten wird, liegt 2.500 Kilometer von dem Wohnort seiner Familie entfernt, so dass es seiner Familie kaum möglich ist, ihn zu besuchen. Er ist ein gewaltloser politischer Gefangener, der nur deshalb inhaftiert ist, weil er friedlich von seinem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht hat.

Verschickte Appelle: Weltweit: 166.982; Deutschland: 19.492